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Am Samstag, 31. August, kehren 50 Älplerfamilien mit gegen 1000 Kühen von den Oberstäfeln auf den Urnerboden zurück: ein einzigartiges Schauspiel.

Ende Mai/Anfang Juni je nach Stand der Vegetation versammeln sich die Älpler vom Urnerboden in Spiringen, um «z’Alp z’meerä», also das Datum der Alpauffahrt zu bestimmen. Sie fand 2019 am 15. Juni statt. Nach ungefähr 4 Wochen war das Gras auf Urnerboden (1370 m ü.M.) abgeweidet. Auf den höher gelegenen Oberstäfeln (1600 – 2000 m ü.M.) fanden die Kühe danach frisches Gras. Die Oberstäfel Wängi, Orthalten, Firnen, Zingel, Läcki und Sahli liegen auf der linken und rechten Talseite oberhalb des Urnerbodens, Klus, Vorfrutt, Klausenpass, Niemerstafel, Bödmer, Chammli, Balm, Käsern, Heidmannsegg, Mettenen, Oberalp, Niederalp und Wannelen sind östlich und westlich des Passes.

Am Sonntag, 25. August, wurde nach dem Gottesdienst auf dem Klausenpass «z’Bodä gmeerät», also der Samstag, 31. August, für die «Bodäfahrt» 2019 bestimmt. Nach gut 7 Wochen Oberstäfelzeit geht es auf den Urnerboden zurück. 50 Älplerfamilien brechen dazu kurz nach Tagesanbruch auf. Im Gegensatz zur Alpfahrt, wo über 90 Prozent der Tiere mit Lastwagen befördert werden, gehen sie bei der «Bodäfahrt» zu Fuss. Da an diesem Vormittag um die 1000 Kühe von der linken und rechten Talseite und über den Klausenpass kommen und sich mit ihren Fahrtreicheln lautstark ankündigen, ist dieser Anlass schweizweit einzigartig. Nach 06.00 Uhr werden die ersten Sennten auf dem Urnerboden eintreffen. Beim Feuerwehrlokal Urnerboden befindet sich eine Festwirtschaft.

fis.