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Das Jahresergebnis 2016 der Gemeinde Glarus fällt dank hoher Kostendisziplin und höheren Steuererträgen sehr positiv aus. Besonders auffällig in der Gemeinderechnung 2016 ist die weiter erhöhte Investitionstätigkeit: netto hat die Gemeinde 8,7 Millionen Franken investiert, was 75 Prozent der für 2016 geplanten Investitionen entspricht. Mit den zusätzlich getätigten Abschreibungen von 2,27 Millionen Franken konnte die Gemeinde zudem die Voraussetzungen für die kommenden, investitionsintensiven Jahre verbessern.

Sämtliche Ertragsarten über Budget

Bei einem Gesamtertrag von 53,41 Millionen Franken (Vorjahr 53,7 Mio.) und einem Gesamtaufwand von 52,35 Millionen Franken (Vorjahr 51,6 Mio.) beträgt der Ertragsüberschuss in der Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Glarus 1.06 Millionen. Im Budget 2016 war ein Ertragsüberschuss von 207'592 Franken vorgesehen. Sämtliche Ertragsarten der Rechnung 2016 fielen über Budget aus. Die grösste Differenz zwischen Budget und Jahresrechnung liegt beim Steuerertrag. Der budgetierte Fiskalertrag von knapp 32 Millionen wurde mit 35 Millionen Franken um drei Millionen übertroffen.

Zunehmende Investitionstätigkeit

Die total realisierten Investitionen beliefen sich auf 8,7 Millionen Franken (Budget CHF 11,5 Mio, Vorjahr CHF 5,3 Mio.). Von den gesamthaft budgetierten Investitionen von 11,5 Millionen wurden knapp 5,4 Millionen Franken aktiviert. Zusätzlich zu den in der Investitionsrechnung ausgewiesenen Investitionen wurden rund 3,3 Millionen Kleininvestitionen ausgeführt, welche direkt der Erfolgsrechnung belastet wurden.Weiter weist die Rechnung 2016 einen Selbstfinanzierungsgrad von 105,6 Prozent (Budget 23,4%, Vorjahr 194,9 %) aus. Die Abschreibungen gemäss HRM2-Richtlinien beliefen sich auf 2,3 Millionen Franken (Budget CHF 2,89 Mio., Vorjahr 2,6 Mio.), der Gesamt-Cash-Flow auf 5,69 Millionen. Dank des guten Jahresabschlusses 2016 konnten zusätzliche Abschreibungen über 2,27 Millionen Franken (Vorjahr CHF 2,48 Mio.) vorgenommen werden. Das Nettovermögen der Gemeinde beträgt per 31.12.2016 rund 26 Millionen Franken., was einem sehr guten Wert von 2'070 Franken pro Einwohner entspricht. Die Zunahme gegenüber Vorjahr beträgt somit 13 Franken. Die Gemeinde verfügt über ein Eigenkapital im Umfang von 57,4 Millionen Franken.

Mass halten

Das Jahresergebnis 2016 zeigt, dass der eingeschlagene Weg stimmt und die Gemeinde in der Lage ist, die Erfolgsrechnung ausgeglichen zu gestalten. Mit Blick auf die kommenden Finanz- und Budgetdiskussionen ist es dem Gemeinderat sehr wichtig, dass zwischen Entlastungsanstrengungen in der Erfolgsrechnung und der notwendigen, deutlich stärkeren Investitionstätigkeit in die Zukunft und Entwicklung der Gemeinde unterschieden wird. Es gilt das Motto: «Mass halten in der Erfolgsrechnung, tätigen der richtigen Investitionen». Mit zu tiefen Investitionen ist langfristig nichts gespart. Dank der bisherigen Arbeiten ist die Gemeinde finanziell und inhaltlich auf die kommenden, grossen Investitionsaufgaben vorbereitet. Diese beinhalten die bereits in Angriff genommenen Investitionen aus den Bereichen Hochwasserschutz, Schul- und Sportliegenschaften, Strassen- und Abwasserinfrastruktur ebenso wie die anstehenden Investitionen wie beispielsweise Gesellschaftshaus Ennenda, Umsetzung Schulraumplanung, Projekt Linthsteg und Entwicklung Wegnetz. pd