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Traditionellerweise hätte ja der Gottesdienst der Evangelischen Kirchgemeinde Schwanden auf «Leuggelen» stattfinden sollen. Die dort geschlossene Wirtschaft zwang jedoch den Kirchenrat, kurzfristig eine Lösung zu suchen. Gefunden wurde diese im Pfarrgarten, was sich dann prompt als Glückstreffer herausstellen sollte.

Die in erfreulich grosser Zahl erschienenen Besucherinnen und Besucher wähnte sich zwar zu Beginn des Gottesdienstes eher auf dem Petersplatz als im Pfarrgarten, wurden sie doch von Pfarrer Peter Hofmann in luftiger Höhe ab dem Balkon begrüsst. Nach dieser kurzen Einlage befand sich Peter Hofmann wieder auf Augenhöhe mit seiner Gemeinde und zitierte aus dem Gedicht des Berner Theologen Kurt Marti: «Meistens gerät gerade ein gerader Weg nicht so gerade wie gewollt und gleicht immer mehr einem Slalom – macht aber nichts, denn unentwegt kurvt so ein Slalom um die Gerade.» Dabei spannte Peter Hofmann gekonnt den Bogen zum Labyrinth, dem Kunstwerk im Pfarrgarten, welches sich direkt unter den Sitzbänken befand. Die Lebens- und Glaubenswege laufen nicht immer automatisch gerade, wie wir es gerne hätten, sondern verschlungen. Im Labyrinth steckt eine alte Form der Wegsymbolik. Es drückt die Verschlungenheit der Lebens- und Glaubenswege aus.

Der im Anschluss verteilte feine Zopf und der Traubensaft standen für die Gemeinschaft und symbolisch auch für ein Abendmahl.

Die eindrückliche Predigt wurde wie jedes Jahr zum Ende der Sommerkirche von der Harmoniemusik Schwanden mit Dirigent Jürg Hösli musikalisch bereichert.

Mit dem Dank an alle Helferinnen und Helfer durfte dann Pfarrer Hofmann zum gemütlichen Ausklang mit Musik, Speis und Trank, oder wie er in seinem Newsletter witzelt: zu einer «gut reformierten» Wurst vom Grill einladen.

Mehr Infos unter ref-schwanden.ch.

Hansjürg Gredig