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Das Eidgenössische Feldschiessen vom Freitag, 24., bis Sonntag, 26. Mai, wirft riesengrosse Schatten voraus. In wenigen Tagen nämlich geht das grösste Schützenfest der Welt über die Bühne. Der Glarner Kantonal-Schützenverband lud traditionell auch in diesem Jahr zur Kick-off-Veranstaltung kantonale und kommunale Politiker sowie Gäste ein, die sich in friedlichem Wettstreit über 300 m mit dem Gewehr und über 25 m mit der Pistole massen.

Es soll ja ab und zu mal vorkommen, dass Politikerinnen und Politiker am Ziel vorbeischiessen oder gar Ladehemmungen haben. Keinesfalls aber am vergangenen späten Freitagnachmittag anlässlich der Kick-off-Veranstaltung für das Eidgenössische Feldschiessen auf dem Schiessplatz Allmeind in Glarus. Dort konnten die Damen und Herren Politiker sowie geladene Gäste ihre Treffsicherheit beweisen, und sie taten das teilweise mit beachtlichem Erfolg. Das führte dazu, dass Neider im heimeligen Schützenstübli beim anschliessenden Rangverlesen mit Apéro das Gerücht verbreiteten, dass der eine oder andere erfolgreiche Schütze vor dem Wettkampf klammheimlich verbotene Substanzen eingenommen hätte. Wie sonst sei es zu erklären, dass so ausgezeichnete Resultate geschossen wurden? Die Rede war von einem, auf der internationalen Dopingliste längst verbotenen «Muschäwässerli», welches quasi die Sehkraft des zielenden Auges verdoppelt und ein Zittern der Hände vermeidet. Das angebliche Schützen-Dopingmittel «Muschäwässerli» entpuppte sich nach Abklärungen zum Glück als vollmundiger, fruchtiger Weisswein mit nicht nachgewiesenen Nachwirkungen.

Hans Speck, Netstal