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Letztes Jahr hatte er seine Demission noch verpasst, aber dieses Jahr machte er ernst: Fridolin Stauffacher, der seit 1990 im Vorstand der Luftseilbahn Matt-Weissenberge (LSB) arbeitete, gab auf den letzten Freitag, 26. April, seinen Rücktritt bekannt. Als neuen Präsidenten wählte die Generalversammlung den bisherigen Vizepräsidenten Heiri Elmer-Stürzinger.

Anfang Februar war es so weit: Beat Figi konnte mit dem heiss ersehnten neuen Pistenfahrzeug von «Kässbohrer» die Pisten präparieren. Gerade rechtzeitig zum Beginn des einträglichsten Monates seit Bestehen der Luftseilbahn. 115000 Franken spülte der Februar 2019 in die Kassen, insgesamt waren es in den drei Wintermonaten dieses Jahres 229000 Franken oder 44000 Franken mehr als 2018. Da das alte Pistenfahrzeug «Meili» inzwischen 20 Jahre alt und reparaturanfällig war, war es höchste Zeit für den Wechsel geworden – für die Finanzierung hatte man 2018 in der Rechnung noch einmal 40000 Franken zurückgestellt. Am 2. März konnte das Fahrzeug dann in einer kleinen Feier mit den Sponsoren GRB Glarner Regionalbank und Ferienregion Elm eingeweiht werden. Doch auch sonst hatte es der Februar 2019 in sich: Marianne Elmer-Stürzinger, welche seit März 2015 bei der LSB ­arbeitet, ersetzte den bisherigen Betriebsleiter Esayas «Sys» Rhyner, und Conrad Meier nahm seinen Dienst bei der Seilbahn auf. Heiri Elmer führte durch die 53. Generalversammlung, zu welcher 76 Stimmberechtigte sowie einige Gäste gekommen waren. In seinem Bericht konnte er über die Inspektion des Schlittelweges berichten, der nun bis 2021 wieder zertifiziert ist, sowie über eine Bahnrevision im April (Getriebe) und eine im November (Hydraulik, Puffer, Rollen). In den Sommermonaten konnten 3147 Personen mehr transportiert werden als im gleichen Zeitraum 2017, insgesamt aber war das Jahr 2018 etwas tiefer als 2017. Die Rechnung für 2018, geführt von Hans-Heinrich Marti, weist einen Reinertrag von 24002 Franken aus, das Genossenschaftskapital wuchs per 31. Dezember 2018 auf 567259 Franken an. Zuhanden der kommenden Generalversammlung stellte der scheidende Präsident Fridolin Stauffacher den Antrag, die Leistungsträger vom Weissenberg sollten sich an der Schlittelbahn mit etwa 30000 bis 40000 Franken beteiligen – dies könnte auch durch Arbeitsstunden geschehen.

Ein Leben für die Bahn

Nach der Wahl von Heiri Elmer zum neuen Präsidenten verabschiedete dieser Fridolin Stauffacher, der seit 1990 im Vorstand mitgearbeitet hatte – also 29 Jahre lang. Stauffacher war ab 2013 interimsweise Präsident gewesen und 2015 zum Präsidenten gewählt worden. Doch er war weit mehr: Er war auch Pistenfahrzeugfahrer, nachdem man 1999 den «Meili» angeschafft hatte, er hatte 2014 den Bahnumbau begleitet, hatte die Finanzierung für das neue Pistenfahrzeug aufgegleist und war treibende Kraft beim Umbau der Seilbahnstation 2006 sowie beim Bau der Beschneiung 2009/2010 und beim Bau der Parkplätze 2017. Entsprechend emotional war denn auch sein Abschied: Stauffacher erinnerte sich an seine Bubenzeit, vor dem Bau der Bahn vor über 50 Jahren. «Früher hiess es über uns aus den Weissenbergen: Achtung, die Bergler kommen! Aber als die Bahn gebaut war, kamen wir näher an die Welt.» Mit der 53. Generalversammlung ging also auch eine Ära zu Ende: Die Ära Fridolin Stauffacher. Doch die Genossenschaft ist für die Zukunft gut aufgestellt – auch dank vielen helfenden Händen, die Tag und Nacht dafür sorgen, dass die Weissenberge über die Bahn mit Matt verbunden bleiben.

FJ