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Am Sonntag, 28. April, von 13.00 bis 17.00 Uhr findet auf der Wiese neben der Südstrasse 14 in Mollis der Herdenschutztag 2019 statt. Der Veranstaltungsort liegt 10 Fussminuten von der Bushaltestelle «Mollis, Vorderdorf», Parkplätze stehen bei der Firma Frefel Holzbau AG/Casa-Vita® an der Netstalerstrasse zur Verfügung.

Am Herdenschutztag in Mollis verrät die Glarner Herdenschutzbeauftragte Lisbeth Luchsinger, warum Lamas ihre Schafe begleiten. Zudem stellen Fachpersonen weitere Möglichkeiten vor, wie Schafe und Ziegen vor Wolf, Luchs und Bär geschützt werden können. Auch für die Bevölkerung ist der Anlass interessant. Im März 2019 wurde erneut ein Wolf im Gebiet zwischen dem Kerenzerberg und Ennenda nachgewiesen. Das zeigt, dass inzwischen jederzeit mit der Anwesenheit dieses Grossraubtiers im Glarnerland gerechnet werden muss. Nutztiere kamen keine zu Schaden. Das soll so bleiben. «Herdenschutz ist wichtig für die Prävention», erklärt Marco Baltensweiler, Leiter der Abteilung Landwirtschaft. «Dem Wolf und anderen Grossraubtieren sollen Angriffe so erschwert werden, dass sie gar kein Interesse an Nutztieren entwickeln.» Auch gegen Schäden durch Füchse und Greifvögel wirke dies vorbeugend. Wie das funktioniert, erfahren Interessierte am Herdenschutztag: Dort können an verschiedenen Posten Herdenschutzhunde, geeignete Zaunsysteme und eben auch Lamas besichtigt werden. Zudem wird der weiterentwickelte «Tracker» vorgeführt: das Sender-Halsband meldet Schaf- und Ziegenbesitzern ungewöhnliches Verhalten ihrer Tiere und mahnt sie zu besonderer Aufmerksamkeit. Der von der Abteilung Landwirtschaft organisierte Herdenschutztag spricht aber nicht nur Kleintierhalter an: er zeigt auch, wie sich Wanderer und Biker gegenüber Herdenschutzhunden verhalten sollen. Im Sommer werden diese grossen Hunde nämlich wieder auf Glarner Schafalpen zum Einsatz kommen. Mit am Anlass dabei ist ein Wildhüter, der Auskunft über die Situation der Grossraubtiere im Kanton gibt. Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgen die Landfrauen mit einer kleinen Festwirtschaft.

Auskunft: Abteilung Landwirtschaft, Telefon 055 6466640; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!