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84 Glarner Jägerinnen und Jäger sowie viele Gäste nahmen am Freitag, 29. März, an der 13. Hauptversammlung des Glarner Jagdvereins im Seminarhotel RömerTurm in Filzbach teil. Im Zentrum standen die Jagdvorschriften für das Jahr 2019, die Zahlen und Fakten der Jagd 2018 sowie topaktuelle Informationen zur Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes von Ständerat Werner Hösli.

In weidmännischem Ambiente begrüsste Präsident Fritz Stüssi die Mitglieder und die Gäste, darunter Ständerat Werner Hösli; Regierungsrat Kaspar Becker; Franco Scodeller von «Jagd Schweiz»; Robert Brunold, Präsident des BKPJV; die Glarner Wildhüter Freuler, Gantner und Luchsinger sowie Vertreter der Jagdkommission.

Für musikalischen Background sorgte die Jagdhornbläsergruppe Edelwyss unter Manfred Bertini. Der Aser kam aus der «RömerTurm»-Küche.

Regierungsrat Kaspar Becker betonte in seiner Grussbotschaft die gute Zusammenarbeit mit dem Glarner Jagdverein. Die Jagd habe im Kanton Glarus Tradition. In seinem Jahresbericht zog Fritz Stüssi 2018 stolz das Fazit: «Die Glarner Jägerschaft hat ihren Auftrag bestens erfüllt. Dazu beigetragen haben die ausgezeichneten, einfachen Rahmenbedingungen. De facto ist die Jagd im Kanton Glarus auf gutem Kurs.» Das beweist die Aufnahme von neun neuen Mitgliedern. Diskussionslos wurden die Vorschläge der Jagdvorschriften für 2019 verabschiedet. Beantragt werden: Bei der Hochwildjagd (2. bis 16. September) dürfen zwei Gämsen, wovon maximal ein Gamsbock geschossen werden. Die Rehjagd sowie die Jagd auf Rotwild, Kahlwild und Spiesser dauert vom 1. bis zum 20. Oktober. Die Herbstjagd wird je nach Witterung und bisherigen Abschusszahlen durchgeführt. Die Niederwildjagd entspricht den Vorschriften aus 2018. Die Bejagung des Gamswildes in den Waldeinständen ist wegen zunehmendem Verbiss in den Schutzwäldern vertieft zu prüfen.

Die Versammlung verzichtete auf die Mitgliederkategorie «Veteranen» und erhöhte die Mitgliederbeiträge um 10 Franken. Sie genehmigte die Anträge aus Regionalversammlungen. Jägerinnen und Jäger sollen für den Abschuss von räudigen Füchsen eine Abschussprämie erhalten. Zudem schafft man eine oder zwei Drohnen zur Rettung von Rehkitzen an. Im Sinn der effizienten Rotwildbejagung soll der Glarner Jägerschaft an Einzeltagen im September sowie eventuell Oktober und November das selbstständige Jagen in den Wildasylen gestattet werden. Ebenso sollen die Jagdzeiten zur Ausübung der Nachtjagd bis zum 1. Dezember angepasst werden.

Ständerat Werner Hösli informierte über den Stand der Verhandlungen zur Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes. Es stellt den Schutz vor Regulierung und jagdliche Nutzung. Für den Artenschutz ist der Bund zuständig. Regulierung und Nutzung der Wildpopulationen werden in den kantonalen Jagdgesetzen geregelt. Damit werde beim Jagdbetrieb auf die regionalen Eigenheiten Rücksicht genommen.
Wildhüter Michi Freuler informierte über Zahlen und Fakten der Jagd 2018.

Hans Speck