Spürnasen im Training

 

IN DER AKTUELLEN FRIDOLIN AUSGABE

Nr. 33   Donnerstag, 13. August 2020

01 Jimmy Cliff

Glarnerland produziert:

Natura-Beef

 
02 Landrat 2019

Rückkehr aus dem Coronavirus-Risikogebiet:

10 Tage Quarantäne – sind ein «Muss»

 
03 Roger Rychen

NUP II – Verdichtetes Bauen:

Die Qualität entscheidet

 


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Hund und Hundeführer arbeiten bei der Rettung eng zusammen. (Foto: Alpine Rettung Glarnerland)

Lawinenhunde der Alpinen Rettung Glarnerland übten am Samstag, 23. Februar, auf Obererbs zusammen mit Bergrettern aus Glarus Süd für den Ernstfall. Am Samstag, 9., und Sonntag, 10. März, findet der jährliche Winterrettungskurs in Linthal/Urnerboden statt.

Lawinenhunde der Alpinen Rettung Glarnerland übten am Samstag, 23. Februar, auf Obererbs zusammen mit Bergrettern aus Glarus Süd für den Ernstfall. Am Samstag, 9., und Sonntag, 10. März, findet der jährliche Winterrettungskurs in Linthal/Urnerboden statt.

Man nennt sie «Helden auf vier Pfoten». Im Glarnerland hören die Fellnasen auf Namen wie «Fir», «Maiko», «Rosi» oder «Sky». Sie trainierten am letzten Samstag auf Obererbs mit ihren Hundeführern und den Mitgliedern der SAC-Rettungsstation Elm, damit im Ernstfall das Zusammenspiel zwischen Hund, Retter und Einsatzleitung optimal funktioniert. Wie wichtig dieses Zusammenspiel ist, zeigt der Blick in die Statistik: Seit Jahresbeginn haben in der Schweiz bereits 13 Personen in Lawinen ihr Leben verloren. Dabei entscheidet vor allem die Zeit, die zwischen Verschüttung und Rettung vergeht, über die Überlebenschancen. «Bei einer Lawinenverschüttung
zählt jede Minute,» sagt Fridolin Luchsinger, Rettungschef der Alpinen Rettung Glarnerland, «daher sind unsere Hunde den ganzen Winter durch auf Pikett und so immer innert weniger Minuten einsatzbereit.» Lawinenhunde begleiten ihre Herrchen im Normalfall auch zur Arbeit und müssen jederzeit damit rechnen, dass sie zu einem Ernstfall gerufen werden. «Bei den Einsätzen auf der Schwägalp und dem Hoch-Ybrig», so Luchsinger, «wurden unsere Lawinenhundeteams zur Unterstützung hinzugerufen. So unterstützen wir auch überregional, wenn man uns braucht.»

Heute stehen verschiedene Geräte bei der Suche nach verschütteten Personen zur Verfügung. Der richtige Umgang benötigt jedoch auch ein regelmässiges Training. Auch komplette Einsatzübungen sind wichtig, so können die verschiedenen Abläufe geübt und optimiert werden. Bei der Übung in Obererbs mussten die Retter ein Grossereignis mit mehreren Verschütteten bewältigen.

Nachwuchs gesucht
Trainings und Einsatzübungen fordern von den Rettern Kraft und Zeit. In den vergangenen Jahren stagnierten die Mitgliederzahlen. «Wir würden uns über zusätzliche Unterstützung sehr freuen,» betont Fridolin Luchsinger. «Unsere Retter erlernen hilfreiche Techniken für die Rettung im alpinen Gelände, diese können auch bei eigenen Notfällen beispielsweise auf einer Klettertour sehr hilfreich sein.»

Vier Rettungsstationen
Die vier Rettungsstationen in Linthal, Elm, Glarus und Näfels werden durch den SAC Tödi betrieben. Es stellen sich rund 80 ehrenamtliche SAC-Retterinnen und -Retter zur Verfügung, darunter Fachspezialisten wie Lawinen- und Geländesuchhundeführer, Einsatzleiter, Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) und Stationsmediziner.

Informationen unter: www.alpinerettung.ch und www.sac-toedi.ch/sektion/alpine-rettung

Mark Hauser

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