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Am Samstag, 16. Februar, durften die vier prämierten Maturandinnen und Maturanden in der Aula der Kantonsschule Glarus ihre Maturaarbeiten der Öffentlichkeit vorstellen. Ein Chor der Kantonsschule unter Randy Müller umrahmte den Anlass.

Der Fächer der diesjährigen wissenschaftlichen Themen war breit und ging von der Landwirtschaft in Glarus Süd über die Blütenpflanzen am Oberblegisee bis zu den Organismen in der ARA Glarnerland. Rektor Peter Aebli erwähnte in seinem Begrüssungswort, neben gesellschaftswissenschaftlichen seien auch – wie von der Gesellschaft gewünscht – viele naturwissenschaftliche Arbeiten eingereicht worden. Zwei naturwissenschaftliche Arbeiten wurden denn auch prämiert – jene von Marco Bühler, der die Verzuckerung von Holz untersucht hatte. Damit könnte – so Bühler in seinem Referat – mittelfristig in grossem Stil Alkohol und damit ein Treibstoff hergestellt werden, der aus Pflanzen gewonnen wird, was wiederum die Treibhausgase reduziert, da Pflanzen CO2 in Sauerstoff umwandeln. An der Sternwarte der Kantonsschule Glarus hatte Christopher Golling geforscht – ihm waren sensationelle Aufnahmen von Galaxien gelungen, die 30 Millionen Lichtjahre entfernt sind. Allerdings hatte der junge Kantonsschüler dazu erst Mittel und Wege finden müssen, um das Teleskop für Astrofotografie fit zu machen. Weil es für solche Fotografien lange Belichtungszeiten braucht, installierte er eine Nachführung für das Teleskop und richtete eine Fernsteuerung ein. Dazu wurden Netzwerk und Programme angepasst. Golling setzte für seine Arbeit – welche er in Englisch abfasste – alle Hebel in Bewegung und gründete die Jugendgruppe der Astronomischen Gruppe Glarus, welche in Zukunft weiter vom Dach der Kanti aus forschen will.

Auch zwei gesellschaftswissenschaftliche Arbeiten wurden prämiert. Am naturalistischen Roman «I Malavoglia» hatte sich Maria Cianciuolo als Interpretin versucht, sie publizierte ihre Arbeit über das hierarchische System des Romans in italienischer Sprache. Eva Rigendinger hatte anhand von Ovids «Metamorphosen» und Rick Riordans «Percy Jackson» den Mythos von Dädalus untersucht; zwischen diesen beiden Werken liegen 2000 Jahre.

Rektor Peter Aebli würdigte die Maturaarbeiten der Maturandinnen und Maturanden als wichtigen Einstieg in die wissenschaftliche Karriere und dankte den Betreuern und Referenten. FJ