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Die drei Glarner Gemeinden, die vier Tourismusorganisationen und wichtige Leistungsträger wie die grössten Bergbahnen befinden sich zusammen mit dem Kanton auf dem Weg zu einer neuen kantonalen Organisation für Tourismus und Freizeit auf der Zielgeraden. Um nach den Debatten im Landrat und an den Gemeindeversammlungen auch bereit für den operativen Betrieb zu sein, nimmt die Tourismuswirtschaft den Aufbau der neuen Trägerschaft schon jetzt an die Hand.

Zu den Hauptbestandteilen der Tourismusstrategie 2016 bis 2019 gehört die Überführung des «Produktmanagement Glarnerland» in eine gefestigte organisatorische Struktur. Zentral ist die Forderung des Landrats, eine institutionalisierte Lösung für den Glarner Tourismus bereits vor Ende der Strategieperiode zu schaffen. Zu diesem Zweck ist unter dem Vorsitz des federführenden Departements Volkswirtschaft und Inneres seit dem letzten Jahr eine breit abgestützte Projektgruppe aktiv. Vertreterinnen und Vertreter der vier Glarner Tourismusorganisationen, der beiden grössten Sportbahnen, des Kantons und der Gemeinden bildeten die Projektgruppe für das Trägerschaftsmodell Tourismus und Freizeit im Glarnerland. Die eigentliche Projektarbeit ist abgeschlossen. Nun geht es an die konkrete Umsetzung des Modells: Erteilung der Leistungsaufträge, Aufbau der neuen Trägerschaftslösung und Beantragung der nötigen Finanzierungsbeschlüsse bei Landrat und Gemeindeversammlungen.

Erreichte und bevorstehende Meilensteine
Nachdem alle Beteiligten mit Schlüsselfunktion die Absicht erklärt haben, das neue Trägerschaftsmodell gemeinsam zu unterstützen, liegen nun die von allen Tourismusorganisationen unterzeichneten konkreten Leistungsvereinbarungen mit der noch zu gründenden neuen Trägerschaft vor. Sie erteilen damit der neuen Organisation den Auftrag, unter den gemeinsamen Dachmarke Glarnerland für alle die gemeinsame Vermarktung des gesamten Kantons sicherzustellen. Sie selber wollen weiterhin vor Ort für die Gästebetreuung, die Gästeinformation, die Durchführung von Veranstaltungen und die Angebotsgestaltung verantwortlich zeichnen. Den Marketingauftrag an die neue kantonale Organisation gelten sie mit insgesamt 350000 Franken an gemeinsam gepoolten Geldern ab. «Damit haben wir einen Meilenstein erreicht, der den Weg zur Landratsdebatte und zu den Gemeindeversammlungen ebnet», freut sich Regierungsrätin Marianne Lienhard, Departement Volkswirtschaft und Inneres. Die restlichen 750000 Franken des jährlichen Budgets von 1,1 Millionen Franken sollen ebenfalls mittels Leistungsaufträgen des Kantons (350000 Franken) und der Gemeinden (kumuliert 400000 Franken) der neuen Organisation zufliessen.

Aufbau der neuen Organisation durch die Privatwirtschaft
Damit die künftige Tourismusorganisation nach den Finanzbeschlüssen des Landrates und der Gemeindeversammlungen ihren Betrieb zeitnah aufnehmen kann, laufen schon jetzt die nötigen Aufbauarbeiten. Die Projektgruppe will dabei eine rein privatwirtschaftliche Organisationslösung anstreben. Eine möglichst breit abgestützte Trägerschaft, bestehend aus den Tourismusorganisationen, touristischen Leistungsträgern und weiteren Interessierten aus dem Freizeitbereich und dem Gewerbe sollen ein solides Fundament der gemeinsamen Vermarktungsbestrebungen bilden. Die Umwandlung der bestehenden Touristinfo Glarnerland GmbH stellt eine naheliegende Lösungsmöglichkeit dar, dieses Ziel schnell und aus einer breiten und soliden Basis heraus zu erarbeiten. Sie hat zu diesem Zwecke anlässlich der Gesellschafterversammlung ihrer Geschäftsführung das Verhandlungsmandat erteilt, die Umwandlung der bestehenden GmbH in eine Aktiengesellschaft mit neuen Beteiligungsverhältnissen und neuen Organen konkret zu prüfen. Ein ausgearbeiteter Vorschlag würde an einer ausserordentlichen Gesellschafterversammlung zur Abstimmung gebracht. Beauftragt mit den Aufbauarbeiten und der Ausarbeitung eines Vorschlages zur Umwandlung der Touristinfo Glarnerland hat die Projektgruppe Manuel Rickenbach, Inhaber der Firma Elysator in Bilten, von dessen grossen Erfahrungen im Aufbau von Organisationen auch die neue Organisation profitieren soll.

Projektteam Trägerschaftsmodell Tourismus und Freizeit im Glarnerland
Tourismusorganisationen: Urs Bäbler (Elm Ferienregion), Fritz Trümpi (Braunwald-Klausenpass Tourismus), Kaspar Marti (Glarus Service), Urs Brotschi und Andreas Neumann (Glarus Nord Tourismus), Thomas Exposito (Amden & Weesen Tourismus).

Sportbahnen: Bruno Landolt (Sportbahnen Elm), Fritz Trümpi (Sportbahnen Braunwald).

Kanton Glarus: Regierungsrätin Marianne Lienhard (Vorsitz), Stefan Elmer (Standortentwicklung).

Gemeinden: Gemeindepräsident Thomas Kistler (Glarus Nord), Gemeindepräsident Christian Marti (Gemeinde Glarus), Gemeindepräsident Mathias Vögeli (Glarus Süd).

Ohne Stimmrecht: Gisela Thomann (Produktmanagement Glarnerland), Peter Baetschi und Robert Wildhaber (Baetschi Projekt Management).