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Am Freitag, 24. August, lud der neue Gemeindepräsident Thomas Kistler die vereinigte Glarner Presse an den runden Tisch. Thema waren die Traktanden der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Freitag, 28. September, in der lintharena sgu in Näfels.

Der Gemeindepräsident kam gleich zur Sache – die «Sache»: Zukunft der lintharena sgu. Der Gemeinderat ­Glarus Nord sei klar der Meinung, dass es einen Ausbau brauche. Und zwar denjenigen mit den zusätzlichen Investitionen im Bereich Aussenbad, der Sauna und neuer Garderoben. «Wir wollen ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Sportzentrum, das ein breites Publikum anspricht», erklärte Kistler. Von den im Ausbau-projekt enthaltenen Zusatzangeboten verspricht er sich mehr Frequenzen. Er ist überzeugt, dass sich das jähr­liche Betriebsdefizit mit einem ­attraktiveren Angebot schmälern liesse. Dass der geplante Ausbau etwas kosten wird, ist dem Gemeinde­rat und dem Präsidenten vollumfänglich bewusst. «Um eine Steuer­erhöhung von 2 Prozent kommen wir in Glarus Nord nicht herum», stellt er deutlich klar. Klar wird am runden Tisch auch, dass Thomas Kistler, der Finanzspezialist, eine konkrete Vorstellung über die Finanzierung und die Abschreibungen hat. Das Ziel sei eine lineare und nicht, wie üblich angewandt, eine degressive Abschreibung. «Wir wollen nicht, dass die Kindeskinder für die Entscheidung von heute bezahlen müssen», so Kistler. Überhaupt ist Kistler in seinen Äusserungen weit entfernt von Euphorie und grossen Versprechungen. «Wir sind absichtlich vorsichtig!», räumte er ein. Nun hätten es die Bürgerinnen und Bürger in der Hand, über die Zukunft der lintharena sgu zu entscheiden. Sagen sie am Freitag, 28. September, Ja zum Ausbau des Sportzentrums und zur Steuer­erhöhung, könnte mit dem Ausbau, der voraussichtlich zwei Jahre dauern wird, bereits im Sommer 2019 be­gonnen werden.

Betriebsgesellschaft noch nicht definiert
Wer das Sportzentrum und den da­zugehörenden Hotel- und Restaura­tionsbetrieb führen wird, ist noch nicht definiert. Es gebe verschiedene Optionen, auch eine getrennte Füh­rungsverantwortung. Dies sei in dieser Phase auch noch nicht relevant. ­Sicher sei jedoch, dass man die defizitäre Genossenschaft keinesfalls in den Konkurs schicken wolle. Dies hätte schlimme Konsequenzen, vorab für die Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter. Auch wolle man bis zum möglichen Baubeginn 2019 die Nutzung der Anlagen, des Hallenbades und der Turnhallen sicherstellen. Die Schulen bräuchten sich bezüglich Schwimmunterricht keine Sorgen zu machen, und den Vereinen stehen die  zugedachten Räumlichkeiten bis zum Baubeginn zur Verfügung, versprach der ebenfalls am Tisch an­wesende Kommunikationschef Andreas Neumann. zim