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Jetzt ist es klar: Das «Schützenhaus» in Glarus wird auch in Zukunft ein Speiserestaurant bleiben und am Mittwoch, 8. August, wieder eröffnet. Der FRIDOLIN war bei der Schlüsselübergabe der Pächter dabei und fragte sie nach ihren Zielen.

Es war für viele Beteiligten eine schnelle und glückliche Fügung, dass man mit Stefan D. Schlegel und Markus Kunde, die jetzt den bekannten «RömerTurm» in Filzbach führen, zwei neue und in der Gastronomie erfahrene Pächter fand. «Wir hatten uns – aufgrund der Erfahrungen im ‹GH› in Ennenda – auf eine längere Akquisitionsphase eingestellt», sagt Katrin Egger, Leiterin Standortförderung und Kommunikation, Gemeinde Glarus. Doch jetzt haben wir schneller als erwartet die richtigen Leute am richtigen Ort.»

Auch für die neuen Pächter war es eine glückliche Fügung. Denn im «RömerTurm» wird ab Januar 2019 die Eigentümerfamilie übernehmen und so kam das Inserat für das «Schützenhaus» zur richtigen Zeit. «Die  Gemeindeversammlung wollte das ‹Schützenhaus› mit dem Konzept wie bis anhin», sagt Marc Ziltener, Abteilungsleiter Liegenschaften, Gemeinde Glarus, «in diesem Sinne haben wir auch die Ausschreibung formuliert.» Für Stefan Schlegel ist ebenfalls klar: «Das ‹Schützenhaus› wird weiterhin ein Speiserestaurant sein mit einer modernen Küche, wie man sie vom ‹RömerTurm› her kennt. Wir werden weiterhin die Lieferanten von hier berücksichtigen und haben bereits mit einigen Kontakt aufgenommen. Regionalität ist uns wichtig, wir wollen bewusst auf ausländische Partner verzichten.» Ab August bis Sylvester 2018 werden die neuen Pächter also zwei Betriebe führen – Schlegel im Tal das «Schützenhaus», Kunde auf dem Berg den «RömerTurm».

Koordination verbessert
Auch mit Grossanlässen – wie sie im «Schützenhaus»-Saal möglich sind – haben die neuen Pächter Erfahrung. «So grosse Räumlichkeiten muss man suchen», sagt Stefan Schlegel, dessen Fachgebiet seit 16 Jahren die Organisation von Hochzeiten ist. «Wir bringen Erfahrung mit – etwa aus der ‹Outback Lodge› in Winterthur und dem ‹Wädi-Brau-Huus›. Die Abwechslung reizt mich – denn das Schöne am ‹Schützenhaus› ist: es gibt alles bei den Anlässen, von der Taufe bis zur Goldhochzeit.» Zudem führen die Pächter von «Schützenhaus» und «Gesellschaftshaus» Ennenda bereits jetzt Gespräche und sind froh, dass sie bei belegtem Haus jeweils auf das andere Haus mit Saal verweisen können. Marc Ziltener dazu: «In Zukunft kann mit dem ‹Trigonella› in Ennenda abgeglichen werden, welcher Saal für den jeweiligen Anlass ideal ist.» «Wir spüren, dass es von den Belegungszahlen her beide Säle braucht», bestätigt Katrin Egger und Stefan Schlegel verfügt – vom «RömerTurm» her – bereits über ein gutes Netzwerk von Aushilfen aus der Region. Auch der Küchenchef, eine Restaurationsfachfrau und eine Lernende kommen mit ihm nach Glarus. Die Stimmung, die er hier spürt, ist positiv: «Wir hatten schon soviel Zuspruch, auch von Leuten, die wir gar nicht kannten. Wir hören oft: Super, dass ihr das macht!»

Monica Bigler und Renzo Goerg – die ehemaligen Pächter – führen jetzt in Bonaduz das Restaurant Bongert am Veloweg in die Ruinaulta. «Es gibt etwas Sportliches», sagen sie über ihr neues Projekt und bedanken sich für die schöne Zeit in Glarus. «Wir freuen uns, wenn mal jemand von unseren Glarner Gästen bei uns vorbeischaut.» FJ