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Bereits am Freitag in einer Woche entscheidet die Gemeindeversammlung von Glarus Nord über den Verkauf von Landparzellen an Heli-Linth, rega, kopter und ecoflight. Am Samstag informierten die Akteure am Flugplatz die Bevölkerung über ihre Pläne. Vor allem die Molliser kamen in Scharen und konnten ihre Fragen direkt an die Verantwortlichen stellen.

Was am Flugplatz im Mollis geschieht, geht alle etwas an, entsprechend bereitwillig informierten alle Akteure am Flugplatz über ihre Pläne. Thomas Walt, Verwaltungsratspräsident der Mollis Airport AG, welche den Flugplatz betreibt, moderierte die Informationsveranstaltung, die Verantwortlichen von Heli-Linth, rega, kopter und ecoflight, informierten das Publikum. Dabei haben die genannten Unternehmen und auch die am Flugplatz angesiedelten Flugschulen und Vereine ganz unterschiedliche Ziele. So ist etwa das Familienunternehmen Heli-Linth bereits seit 1974 am Flugplatz tätig. Wegen der gewünschten Entflechtung von Personen- und Flugverkehr – der neue Radweg soll direkt am jetzigen Startplatz der Heli-Linth vorbeigehen – will und muss das Transportunternehmen, so Reto Rüesch, einen neuen Hangar als Ersatz bauen. Für die rega ist Mollis eine attraktive Basis im Kreuz von Dübendorf, St.Gallen, Untervaz und Uri, also eine ideale Jokerbasis. Diesen zentralen Standort will man mit einer neuen Einsatzbasis – gleich neben Heli-Linth – mit zwei Helikopterplätzen sowie Büros für Sanitäter, Ärzte und Piloten bestücken. Natürlich sieht Sascha Hardegger in dieser Nähe der Rettungsflugwacht auch ein Standortvorteil für das Glarnerland selbst. Bis jetzt war die ecoflight GmbH von Martin Stüssi in einem 60-jährigen Holzhangar, der angepasst werden müsste. Stattdessen ist ein Neubau projektiert, wo einerseits der Unterhaltsbetrieb der Schulflugzeuge Platz findet und anderseits SPHAIR-Ausbildungskurse für angehende Piloten stattfinden können – unter anderem mit dem neuen und leisen Elektroflieger. Jan Nowacki von der kopter Group informierte über die geplante Fertigung in Mollis. Das Unternehmen plant – gleich neben der jetzt erstellten Halle – noch einmal eine Halle, wo nach der Zulassung des neu entwickelten Helis, die für 2019 vorgesehen ist, pro Jahr 50 Helikopter montiert werden. Für die ersten drei Jahre sei die Produktion bereits ausgelastet – so Nowacki weiter. Mit dem vorliegenden Umnutzungsprojekt und dem Landverkauf an die Firmen am Standort – so zeigten sich alle überzeugt – könne der Flugplatz, wie gefordert, in der bestehenden Form weitergenutzt werden und seine Funktion als Wirtschaftsmotor und Freizeitgebiet, Landwirtschaftszone und Verkehrsraum weiterhin erfüllen. FJ