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«Traditionen soll man pflegen», daher traten bio volley näfels und der MTV Mollis wieder mit einer gemeinsamen Mannschaft an der diesjährigen Turnverein-Schweizer-Meisterschaft an. Reto Wunderle von bio volley näfels übernahm die Leitung des Trainingsbetriebes und bereitete uns gut auf das Turnier vor.

Mit einem Spielerkader von elf Volleyballern traten wir am Samstag 26. Mai, die Mission Schweizer Meisterschaft an. Bereits in der Gruppenphase bekamen wir es mit drei starken Gegnern zu tun. TV Neue Sektion Winterthur und Gym Hommes Charrat bezwangen wir mehr oder weniger klar, obwohl wir nicht nur gute Spielmomente hatten. Der Gruppensieg war nah, denn so könnte dem Titelaspiranten SFG Monte Carasso ausweichen, denn sie waren mit ehemaligen NLA-Profis von Pallavolo Lugano bestückt. Den TV Brüttelen konnten wir von Anfang an mit schnellem Angriffsspiel in Schach halten. So schafften es die sprunggewaltigen Angreifer nicht sich in Szene zu setzen. Mit dem Gewinn des ersten Satzes hatten wir den 1. Platz erreicht und so konnte der zweite verlorene Satz verschmerzt werden.

Im Viertelfinal wartete der MTV Münchwilen, der uns als unangenehmer Gegner vom Gla-Bü 2017 her noch in Erinnerung war. Wir legten los wie die Feuerwehr und hatten uns schnell ein Punktepolster geschaffen. Doch «wie gewonnen, so zerronnen» und plötzlich war Gleichstand. Beide Teams spielten munter auf und wir mussten den Thurgauern einen Satzball zugestehen. Mit Kampfgeist drehten wir den Satz noch. Der zweite Abschnitt war ein Abbild des ersten, ausser, dass wir noch fehleranfälliger waren und beim Stand von 21:24 kurz vor dem Ausscheiden standen. Doch auch dieses Mal hatten wir das bessere Ende für uns und zogen in den Halbfinal ein. Da wurde Volley Speicher dominiert und wir schafften es ins Endspiel in der das Favoritenteam aus dem Tessin wartete. Sofort wurden wir mit wuchtigen Angriffen unter Dauerdruck gestellt und rannten schnell einem Rückstand nach. Das Spielgeschehen glich sich aus und die zahlreichen Zuschauer konnten hochklassige Volleyballkost sehen. Wir kämpften uns bis auf einen Punkt heran. Doch zu mehr reichte es nicht, denn die «Ticinesis» legten spielerisch noch eine Schippe drauf. Daraus resultierte ein verlorener erster Finalsatz mit 25:20. Die Geschichte des zweiten Satzes war schnell erzählt, denn wir wurden nach Belieben dominiert und konnten nicht mehr reagieren. Der Meistertitel ging somit verdient in den Tessin, aber wir durften trotz Finalniederlage von einem gelungenen Turnier sprechen.

Ein grosser Dank gebührt unserem Generalmanager Reto Wunderle, der als Spielertrainer und Coach amtete und uns zu einer verschworenen und spielerisch starken Einheit formte. «Nach dem Turnier ist vor dem Turnier» und daher hoffen wir im nächsten Jahr wieder auf eine Fortsetzung unserer gemeinsamen Mannschaft?! Ernst Landolt