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Präsident Sepp Kubli lud die Mitglieder des Gewerbeverbandes des Kantons Glarus am Donnerstag, 24. Mai, zur Generalversammlung ins Hotel Schwert in Netstal. Rund 35 Stimmberechtigte und annähernd so viele Gäste, Amts- und Würdenträger beehrten den von Dynamik geprägten Anlass.

Mitgliederzuwachs ist Programm
Mit Begeisterung berichtete Kubli vom vergangenen reich befrachteten Geschäftsjahr. So hätte der heute 255 Mitglieder zählende Verband in den vergangenen Monaten einen Mitgliederzuwachs verzeichnen dürfen. Weiter habe man sich in politischen Themen einbringen können und man werde von den Behörden als Partner wahrgenommen, freute er sich. Neu aufgeschaltet wurde auch die attraktive Homepage, welche es möglich mache, laufend an Abstimmungen teilzunehmen. Als einen der Höhepunkte des Jahres 2017 bezeichnete Kubli die Teilnahme an der Glarner Messe in der lintharena sgu in Näfels im November, sowie den am Dienstag, 20. Februar 2018, in Schwanden durchgeführte Innovations-Apéro. Auch an den runden Tisch zum ESAF 2025 wurde der Gewerbeverbandspräsident geladen. Weiter habe man das Lehrlingsforum 2017 mitorganisiert. Keine Wunder also, dass auch die Jahresrechnung ausgeglichen ist und der Mitgliederbeitrag auf dem bisherigen Niveau belassen werden kann. Kubli stellt in Aussicht, dass auch im laufenden Jahr alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Verband auf Erfolgskurs zu halten. Das hohe Engagement Kublis und seines Vorstandes wurde von den anwesenden Gewerbetreibenden mit grossem Applaus verdankt. Das Ausscheiden des Vizepräsidenten Roland Goethe wegen hoher beruflicher Belastung wurde zur Kenntnis genommen und sein Wirken verdankt. In seine Fussstapfen tritt der aus Obstalden stammende IT-Unternehmer Andy Lippuner, der seit 2017 Präsident des Gewerbevereins Glarus Nord ist. Ziel sei es, Synergien zu nutzen, begründete Kubli die Nomination des neuen Vizepräsidenten.

Spitzensportler und Unternehmer
Mit dem mehrfachen 4er-Bob-Weltmeister Ivo Rüegg hat Kubli einen ehemaligen Bobfahrer-Kollegen als Referenten engagiert. Dieser wusste mit seiner Bodenständigkeit und Bescheidenheit zu gefallen. Weder der Spitzensport noch die Gründung eines eigenen Unternehmens wären möglich gewesen ohne Menschen in seinem Umfeld, welche ihm mit Rat und Tat zu Seite gestanden haben. Er sei ein mittelmässiger Schüler gewesen und wollte ursprünglich Skirennfahrer werden, erzählte Rüegg. Grosses Glück habe er mit seinem Lehrmeister und späteren Arbeitgeber gehabt, der stets Verständnis gezeigt und ihn unterstützt habe. So konnte er seine Lehre als Gipser in vier statt in drei Jahren absolvieren. Auch in der Berufsschule wurde ihm bewilligt, die Lehre um ein halbes Jahr zu verlängern. Reich werde man als Bobfahrer im Vergleich zu anderen Sportarten im Spitzensport nicht, verriet Rüegg. Dies sei jedoch nie der Anspruch gewesen. Vielmehr hätten der Teamgeist und das Erlebte ihn weitergebracht – beruflich und privat. Die Erfahrung im Spitzensport habe ihm gezeigt, worauf es im Leben ankomme: «Dumä hinäusä näh und Gas gä!» Und noch einmal betonte er, dass es für den Erfolg ein intaktes Umfeld und tüchtige Mitarbeiter brauche. Nichts gehe im Alleingang.

Fazit
Der Aufwärtstrend des Verbandes ist ein Zeichen dafür, dass sich Dynamik, hohes Engagement und Präsenz positiv auswirken. Zudem zeigt das Beispiel von Ivo Rüegg auf, dass es Unternehmer braucht, die Spitzensportlern eine Chance geben, sich auch beruflich weiterzubilden. Gerade in handwerklichen Berufen und Dienstleistungsbetrieben sind Leistungsbereitschaft, Durchhaltewillen und Teamgeist gefragter denn je.