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Die Teilnehmer und Gäste der diesjährigen Hauptversammlung der GOG wurden vom Glarner Militärtrompeterverein unter der Leitung von Markus Rhyner musikalisch empfangen und die Versammlung mit der Schweizerischen Landeshymne eröffnet. Das Referat des Kommandanten der Territorialdivision 4, Divisionär Hans-Peter Kellerhals, mit dem Thema «Von der Ter Reg 4 zur Ter Div 4» rundete den Anlass ab.

Im Beisein der Landsgemeinde-Ehrengäste der Regierung, Divisionär Hans-Peter Kellerhals (Kommandant Territorialdivision 4), Divisio-när Jean-Marc Halter (Zugeteilter Höherer Stabsoffizier des Chefs der Armee), Brigadier Peter Baumgartner (Kommandant Zentralschule), aber auch von Ständerat Dr. Thomas Hefti, des kantonalen Militärdirektors und Landesstatthalters Dr. Andrea Bettiga, der Gemeindepräsidenten, von Vertretern wichtiger Partner der GOG begrüsste der Präsident Major Hans Jörg Riem die Anwesenden und hiess die Ehrenmitglieder herzlich willkommen. Er ehrte einige anwesende Glarner Persönlichkeiten und gedachte der verstorbenen Mitglieder Armin Noser und Peter Coppetti.

Vorbereitung und Start der «Weiterentwicklung der Armee WEA»
In seinem Jahresrückblick liess der GOG-Präsident die vergangenen Gesellschaftsanlässe Revue passieren und wies auf einen bunten Strauss von Anlässen im nächsten Gesellschaftsjahr hin. Dabei unterstrich er im Rahmen seiner Ausführungen zur WEA die Aussage des Chefs der Armee Kkdt Philippe Rebord an der Lilienbergtagung vom 12. April 2018. «Die Umsetzung der WEA funktioniert gut, weil die Miliz den Sinn und Zweck der WEA verstanden hat.» Trotzdem hat sich die Armee im Rahmen der WEA noch grossen Herausforderungen zu stellen. So wies der Präsident auf Themen wie die Alimentierung, das Material, das Armeebudget und die Cyberstrategie hin. «Im Rahmen der Anlässe im nächs-ten Vereinsjahr wird die Glarner Offiziersgesellschaft einzelne dieser Themen beleuchten», so Riem. Alle traktandierten Geschäfte wurden von der Versammlung im Sinne des Vorstandes angenommen.

120 Tage WEA
Oberst i Gst Stefan Holenstein, Präsident SOG, überbrachte die Grüsse der Schweizerischen Offiziersgesellschaft SOG und teilte seine Sorgen über den fehlenden Kadernachwuchs, die Budgetkürzungen zulasten der Sicherheit des Soldaten, den Zivildienst und den Bundesbeschluss über die Übernahme der EU-Waffenrichtlinien mit. Ebenso unterstrich er, dass eine integrierte Luftverteidigung mit Mitteln am Boden wie in der Luft unabdingbar ist.

Die Territorialdivision 4 (ZH, GL, SH, AR, AI, SG, TG)
Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kommandant der Territorialdivision 4 (regionales militärisches Bindeglied zu den Kantonen), berichtete über seine Erfahrungen mit dem Umbau von der Territorialregion zur Territorialdivision. Die Territorialdivision 4 ist regional stark verankert und zuständig für die Kantone ZH, GL, SH, AR, AI, SG, TG. Die Territorialkräfte sind nebst den subsidiären Einsätzen besonders auch zuständig für die Mobilmachung in ihrem Raum und die erste Abwehr eines bewaffneten Angriffs durch die neu ihnen zugeteilte Infanterie. Die Territorialregion wird damit zu einer Division. Die Bataillons-Bestände sind für einen 100-Prozent-Bestand, ausser bei einem Bataillon, unterdotiert. Hinzu kommt, dass momentan Soldaten für Funktionen eingeteilt sind, für die ihnen die Qualifikation noch fehlt. Die Kernanliegen von Hans-Peter Kellerhals sind eine verbesserte Kaderausbildung, vollständige Ausrüstung, die erhöhte Bereitschaft (Mobilmachung), die bereits wieder geschult wird, und die Regionalisierung. J.F.