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Das Zirkuszelt des Circus Knie war am Freitag, 13. April, bereits zum fünften Mal der Rahmen, wo die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Glarnerland ihre Generalversammlung abhalten konnten. Im Anschluss hiess es: «Manege frei!» für «Formidable», die neue Tournee des Circus Knie.

«Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!» So könnte man den Abend zusammenfassen. Denn Hansueli Leisinger, Präsident des Verwaltungsrates, informierte die Generalversammlung zu Beginn in einer emotionalen Rede über die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit den Verfehlungen bei Raiffeisen Schweiz. Er versicherte den Genossenschaftern: «dass wir vor Ort unsere Arbeit verantwortungsbewusst und kompetent weiterführen und Ihnen weiter-hin als Ansprechpartner und seriöser Bankdienstleister zur Verfügung stehen und dass wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten für nötige Veränderungen in der Führung, Struktur oder Organisation von unserer Bankengruppe einsetzen, damit solche Verfehlungen nie mehr passieren.» Im Anschluss berichteten er und der Vorsitzende der Bankleitung, Stefan Hirt, über ein sehr erfreuliches Jahr für Raiffeisenbank Glarnerland. Die Erträge konnten in allen Sparten gesteigert werden, die Raiffeisenbank Glarnerland wuchs im Hypothekargeschäft um 6,5 Prozent auf 532 Millionen Franken. Dabei sind aktuell 93,2 Prozent der Ausleihungen an die Genossenschafter mit Spargeldern der Kunden refinanziert. Der Bruttoertrag stieg um 8,2 Prozent auf 8,3 Millionen Franken. Auch in der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden und Lernenden engagiert sich die Bank – unter anderem mit Lunch-Learnings. Die Anwesenden genehmigten darauf die Jahresrechnung, die Verzinsung der Anteilscheine mit 3,0 Prozent und die Entlastung der Organe. Zum Schluss verabschiedete sich Manuela Vedana, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates, von den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern, bevor nach einem Lunch das Zirkusprogramm begann.

Hohe Sprünge, edle Pferde
Untermalt von den Klängen des Zirkusorchesters schlugen Artistinnen und Artisten das Publikum zwei Stunden lang in ihren Bann. Ein Augenschmaus war die Freiheitsdressur mit acht weissen Arabern, die Ivan Frédéric Knie auf einem Friesen präsentierte. Im blauen Licht und in Nebelschwaden erschienen die Pferde wie Wesen aus einer anderen Welt. Die Herzen des Publikums eroberte das jüngste Familienmitglied, Chanel Marie Knie, mit gemächlichen Lamas, die sie spielerisch, aber doch sehr bestimmt durch die Manege führte. Variantenreich trat das Circus Theater Bingo auf – die Tänzerinnen und Tänzer aus der Ukraine sorgten für turbulente Unterhaltung. Mit
clowneskem Zauber entführte Coperlin nach Las Vegas. Schlicht den Atem raubten die artistischen Nummern. Einerseits die Sprünge der Fratelli Errani und Spicy Circus auf dem Trampolin, andererseits die acht Russinnen der Skokov Troupe mit ihrer Luftakrobatik auf der doppelten Schaukel – wahrhaft «über den Wolken». Future Man Alexandr Batuev im James-Bond-Anzug zeigte unglaubliche Verrenkungen und verstaute sich selbst in einer 53 cm langen und 43 cm breiten Kiste und Marie-Eve Bisson sowie Jonathan Morin verknüpften ihre Körper in den selbst entworfenen gekreuzten Reifen weit über den Köpfen des staunenden Publikums. Highlight reihte sich an Highlight in einem Programm, das wirklich mehr als «formidable» ist. FJ