News

Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der glarnerSach präsentierten am Dienstag, 3. April, im Dachgeschoss der Zwinglistrasse 6 in Glarus sichtlich erfreut ihr Rekordergebnis. Eine positive Meldung, wie man sie sonst nur von den Glarner Finanzinstituten kennt. Kein Wunder, denn der Erfolg fusst auf einer geschickten Finanzanlagestrategie.

Finanzerträge
Verwaltungsratspräsident der glarnerSach Martin Leutenegger, der auch den Verwaltungsrat der Glarner Kantonalbank präsidiert, läuft in Hochform auf, wenn er über das ansehnliche Betriebsergebnis spricht. Wichtig ist ihm dabei, dass die Glarner Bevölkerung davon Kenntnis nimmt, dass sie am Erfolg partizipieren kann. Sie erhält 450000 Franken Gewinnausschüttung. Bund, Kanton und Gemeinden erhalten 650000 Franken in Form von Steuern. Dennoch werde man auf eine Prämienreduktion verzichten, bestätigte Geschäftsleiter Hansueli Leisinger auf Anfrage. Zu hoch seien die Risiken im Geld- und Kapitalmarkt, und man wolle das angehäufte Kapital nicht gefährden. Auch wolle man für den Fall eines grossen Schadenereignisses, wie im Brandfall Matt, gerüstet sein. Freude herrscht auch über die Steigerung der Bruttoprämien um 2,2 Prozent bei der Gebäudeversicherung, was einer Zunahme der Versicherungswerte um 325 Mio. Franken entspricht. Diese Steigerung basiert auf der regen Bautätigkeit im Glarnerland. Versichert wurden in erster Linie Neubauten, sie unterliegen dem Monopol der Gebäudeversicherung. Hotel- und Industriebauten indes unterliegen nicht dem Gebäudeversicherungsmonopol.

Wasserschäden auf Höchstniveau
Die Gesamtschadensbilanz 2017 liegt mit mehr als 1000 Schadenfällen und rund 6,3 Mio. Franken klar über dem Vorjahr. Dazu hat in erster Linie ein Grossbrand beigetragen. Die Feuerwehren des Kantons Glarus und der Gemeinden hätten diesbezüglich einen hervorragenden Job gemacht, lobt Leisinger ausdrücklich. Ansonsten hätten sich die Einsätze der Feuerwehren im Brandfall markant vermindert. Mit 225 Einsätzen sind es konkret 100 Einsätze weniger als im Jahr 2016. Mit einem Anteil von 20 Prozent schlagen hingegen die Wasserschäden hohe Wellen, derweil die Elementarschäden mit 5 Prozent auf dem absoluten Tiefstniveau liegen. Es ist zu hoffen, dass die Verantwortlichen im Kanton und in den Gemeinden auf die Wasserschäden schnell mit einem nachhaltigen Hochwasserschutzgesetz reagieren.

Die Zukunft
Die glarnerSach bewegt sich gut vorbereitet auf die kommenden Jahre zu. Der Strategieplan 2018 bis 2022 wurde am 5. Dezember 2017 vom Regierungsrat abgesegnet. Höchstes Augenmerk liegt bei den Kernkompetenzen auf der Sicherheit von Gebäuden und Fahrhabe im weitesten Sinn sowie der Prävention. Die Leistungen werden gezielt ausgebaut, deren Finanzierung ist durch die ausgeglichenen Jahresergebnisse sichergestellt. Handlungsbedarf gibt es bei der Intervention, sprich: dem Feuerwehrinspektorat und den Feuerwehren. Mit gezielter Optimierung will man die Kosten für die ständige Einsatzbereitschaft und die Finanzierung der Feuerwehren sicherstellen. Zim