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Wenn die GRB Glarner Regionalbank zur alljährlichen Genossenschaftsversammlung einlädt, strahlt die Sonne gleich zweimal. Erstens, weil Petrus offensichtlich einen direkten Draht zur gesunden Kleinbank hat, und zweitens, weil diese am Samstag, 24. März, in Elm wiederum ein Glanzergebnis präsentieren durfte.

Wachstum erneut gestiegen
Ob es ein Zeichen der wiederaufblühenden Wirtschaft im Glarnerland ist oder das grosse Vertrauen in die Persönlichkeit von Dieter Elmer und seine langjährigen Mitarbeitenden, ist nicht gewiss. Gewiss ist jedoch, dass sich die erfolgreiche einheimische Kleinbank zunehmend im Markt etabliert. Gerade die neue Filiale in Glarus Nord habe deutlich mehr Kunden generiert, erklärte Dieter Elmer in seinem Rückblick. Insbesondere seien vermehrt Kundengelder eingegangen und die Finanzierung von Eigenheimen, die Hypothekenvergaben, seien markant gestiegen. Mit den inzwischen fünf Filialen, zähle man nicht mehr zu den ganz Kleinen, sondern man werde zunehmend als kompetente und vertrauenswürdige Finanzpartnerin wahrgenommen, so Elmer. «Ds Vrtruuä chumä nüd chauffä, ds Vrtruuä muäs mä sich erarbeitä!» Und wie er sich das Vertrauen erarbeitet hat, erklärt der auf die Versammlung hin zurückgetretene Vorsitzende der Geschäftsleitung der GRB Glarner Regionalbank in seiner letzten Rede. Computer habe es zu Beginn seiner Lauf-bahn noch nicht gegeben, und wenn doch, solche mit geringer Leistungsfähigkeit. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als Blatt für Blatt zu bearbeiten, die Nacht zum Tag zu machen und sich für die Schlafstelle mit einer Luftmatratze zu behelfen. Die Zustände von damals könne man nicht mit der heutigen ultraschnellen Verarbeitung vergleichen, und Computer hätten die Menschen abgelöst. Nun denn, heute steht «seine» Bank, der er auch nach der Stabsübergabe an seinen Sohn Roman Elmer treu bleibt, im Glanz des Erfolges.

Solides Geschäft
Die GRB Glarner Regionalbank steigerte den Bruttoerfolg dank des soliden Zins- und Kommissionsgeschäfts um 5,5 Prozent auf 7,8 Mio. Franken. Obwohl der Geschäftsaufwand ebenfalls höher ausfällt, liegt der Jahresgewinn mit 1,8 Mio. Franken 6,8 Prozent über dem Vorjahr. Das gute Ergebnis widerspiegelt einerseits das grosse Engagement aller Mitarbeitenden. Andererseits bestätigt es das Vertrauen der Kunden in die Kleinbank. Drei wesentliche Faktoren haben zum Zinserfolg beigetragen: das qualitative Wachstum der Hypothekarforderungen, ein aktives Bilanzstrukturmanagement sowie ein vorausschauendes Cash-Management. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich gegenüber 2016 um rund 3,5 Prozent und erreichte 6,4 (Vorjahr: 6,1) Mio. Franken. Angesichts der grossen Herausforderungen, welche die anhaltende Negativzinsphase für die Schweiz und somit auch für die Banken gebracht hat, kann das erzielte Jahresresultat nicht noch genug gewürdigt werden. Dies umso mehr, als auf eine Weitergabe derartiger Kosten an die Kunden verzichtet wurde.

Die Zukunft
Der neu und einstimmig gewählte Vorsitzende der Geschäftsleitung Roman Elmer informierte die Genossenschafter über die wichtigsten Projekte. Das ist zum einen der Neubau der Filiale in Glarus, welche nach einer anderthalbjährigen Bauphase eröffnet werden soll. Während der Bauphase wird ein Bankcontainer auf der gegenüberliegenden Strassenseite eingerichtet. Auch in der Filiale Niederurnen, Glarus Nord, sind bauliche Veränderungen geplant. Zudem habe man die Öffnungszeiten auf allen Filialen ausgeweitet, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. So wie es sein Vorgänger und Vater gehandhabt habe, will es der neue Verantwortliche gleichtun. Die persönlichen Kundengespräche werden nach wie vor zentral sein, auch wenn man sich keineswegs der Digitalisierung verwehren werde. So ist die Zusammenarbeit mit 22 anderen Schweizer Kleinbanken bezüglich gemeinsamer und kostengünstiger Nutzung von Infrastrukturen aufgegleist.

Dank von höchster Stelle
Wer ihn kennt, weiss es. Der scheidende CEO der GRB Glarner Regionalbank blieb trotz oder gerade wegen seines Erfolges stets bescheiden. Auf Hochglanzpartys war er nie zu sehen, er stellte stets sein Team und nie sich selbst in den Mittelpunkt. Vielmehr kümmerte er sich in seiner Freizeit um das Wohl seiner langjährigen Kunden und seiner Familie. So verriet er in seiner berührenden Dankesrede, dass er vermutlich mehr über einige Kunden wusste als der Dorfpfarrer. Das Vertrauen der Mitmenschen war und ist ihm gewiss. Volkswirtschaftsdirektorin Regierungsrätin Marianne Lienhard würdigte Dieter Elmer als bodenständigen, verlässlichen und weitsichtigen Finanzfachmann. Dass es der Wirtschaft im Kanton wieder besser gehe und Unternehmer wieder investieren wollen, liege wohl auch an der seriösen Arbeit der GRB Glarner Regionalbank. Lienhard bedankte sich ausdrücklich auch bei den Mitarbeitenden, die mit ihrer hohen Leistungsbereitschaft und Flexibilität das Wirken Elmers unterstützt haben. Zum Abschied gab es Geschenke von den Mitarbeitenden, ein funktionelles Sackmesser vom Gemeindepräsidenten Glarus Süd Mathias Vögeli sowie ein erfrischendes musikalisches Potpourri der Jugendmusik Schwanden. Zim