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Erstmals in der Geschichte des seit 1945 bestehenden Hallenschwingets ist einem Schwinger gelungen, den Anlass fünf Mal in Serie zu gewinnen. Verantwortlich für den Rekord zeichnet Roger Rychen, der sich im Schlussgang vor 500 Zuschauern an Christian Bernold für die im vierten Gang erlittene Niederlage revanchierte.

Bis zum diesjährigen Anlass standen Hans Hämmerli (1980 bis 1983) und Roger Rychen (2014 bis 2017) gleichauf mit vier Siegen in Serie am Hallenschwinget. Nun hat der Lokalmatador mit seinem fünften Streich den Rekord allein inne. «Im Vorfeld habe ich mich mit dieser Statistik befasst, am Festtag aber nicht mehr. Da war ich fokussiert auf den Wettkampf», analysierte der Sieger die Historie. Rychen gelang ein optimaler Start. Nacheinander besiegte er die Berner Gäste Bruno Graber (Kurz), Christian Zaugg (Kurz/Hüfter) und auch den Schwyzer Roland Kälin (Brienzer vorwärts). Da Rychen der einzige Athlet war, dem im ersten Wettkampfteil drei Siege gelangen, lag er zur Halbzeit schon mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor der Konkurrenz.

Mit Übersprung ausgekontert
Im vierten Gang musste der Glarner eine nicht eingeplante Niederlage gegen den SG-Oberländer Christian Bernold hinnehmen. Erst stand Rychen am Boden dem Sieg nahe, ehe er wenig später mittels Übersprung ausgekontert wurde. Mit einem Erfolg gegen den Appenzeller Patrick Schmid, den er mit Kurz zu Boden sprengte und anschliessend in der Schere bis zum Resultat bearbeitete, schaffte es Rychen dennoch in den Schlussgang. Dort traf Rychen nochmals auf Christian Bernold. Diesmal machte der Einheimische schnell alles klar. Mit einem freien Brienzer im Stil von Matthias Sempach brachte er den St.Galler zu Boden, wo er nur noch zum Resultat nachdrücken musste. Christian Bernold stellte zu Beginn mit Roland Kälin. In der Folge besiegte der Walenstadter nacheinander Michael Fontana, Nicola Wey, Roger Rychen und Christian Lagler. Trotz der Niederlage blieb Bernold der Ehrenplatz, punktgleich mit dem Zürcher Marco Nägeli.

Riedi zweitbester Glarner
Bereits auf dem vierten Schlussrang folgt der zweitbeste Glarner. Der Netstaler Thomas Riedi erzielte auf den Matten eine Spitzenplatzierung. Nach zwei Unentschieden zu Beginn folgten zwei Siege. Alfred Graber war im fünften Gang eine Nummer zu gross, doch gegen Sepp Fuster kehrte Riedi auf die Erfolgsspur zurück. Einen Rang dahinter folgt sein Klubkamerad Sämi Horner. Diesem gelang der Auftakt mit zwei Siegen hervorragend. Mit einer Niederlage und zwei Punkteteilungen fiel er etwas ins Hintertreffen, doch im letzten Gang raffte sich der Landwirt auf und holte sich gegen Pascal Heierli einen weiteren Sieg. Reto Landolt und Christian Jöhl reihten sich etwas weiter hinten ein. Landolt blieb zwar unbesiegt, vier Duelle über die volle Gangdauer reichten indes nur zu Rang 9a. Jöhl siegte zwei Mal, verlor drei Begegnungen und stellte zuletzt mit Bänz Graber, womit er nicht über Rang 11b hinauskam. JHE