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Es war der verdiente Dankesanlass für die Glarner Sportlerinnen und Sportler. Mehr als 300 Gäste erlebten am Freitagabend, 23. Februar, in der lintharena sgu in Näfels, wie Olympionike Martin Rios seine Silbermedaille vorzeigte und wie die Pokale in den sechs Kategorien verteilt wurden. Abendfüllend.

Angeheizt wurde die Stimmung
durch das «Hörelimaa Young Collective» unter der Leitung von Bandleader Lorenz Stöckli, Moderator Markus Stadelmann führte geistesgegenwärtig, gekonnt und doch ­publikumsnah durch das Abendprogramm mit 4-Gänge-Menü, Preisverleihung und Unterhaltung mit dem singenden Turner Lucas Fischer. Die Laudationen bestachen durch Kürze, die Dankesreden durch Blumigkeit und das Serviceteam durch Schnelligkeit – alle Zutaten für einen guten Abend waren gegeben.

Gestartet wurde bei den Nachwuchsteams – hier waren die Nationalturner aus Bilten, der TV Glarus a.S., der Curlingclub Glarus, Torball 11 Glarus und die FRIDOLIN Volley Schule (biogas volley näfels) nominiert. Mit fast 30 Prozent der Stimmen holten sich die jungen Volleyballerinnen und Volleyballer den Pokal – und freuten sich wie die Schneekönige.

Bei den Juniorinnen war es die Rhythmische Sportgymnastin Carina Lobnig, welche – vor Skispringerin Emely Torazza und Schützin Maren Wenger – die Kugel gewann. Allerdings lag Carina mit Grippe im Bett, ihre Schwester Sara nahm den Preis an ihrer Stelle mit jugendlichem Charme entgegen.

Bei den Junioren setzte sich Schwimmer Gian-Andrin Tannò gegen den Leichtathleten Tom Elmer und den Skispringer Pascal Müller durch.

Der Hauptgang
Nach dem Braten und den Spiessli enterte Curler Martin Rios für den Curlingclub Glarus die Bühne. Zusammen mit den Teamvertretungen von biogas volley näfels, FC Linth 04, TV Glarus a.S., dem Gleitschirm Klub Glarnerland und Torball 11 Glarus. Jeder dieser Vereine kann auf ausserordentliche Leistungen zurückblicken, doch nur einer kann eine Olympiamedaille vorweisen – Martin Rios. Nachdem ihm Remo Cavegn, der Präsident des Bündner Verbandes für Sport, die Trophäe übergeben hatte, gab es kein Halten. Er und Moderator Markus Stadelmann nahmen sich vor dem Publikum gegenseitig auf die Schippe.

Bei den Frauen wurde Langläuferin Lydia Hiernickel zur Sportlerin des Jahres gewählt, vor Carmen Brussig (Judo) und Gabriela Jacober (Gleitschirm). Ihre Laudatio hielt Landrat Hans-Jörg Marti. Während Hiernickel sich sichtlich über den Pokal freute, waren die Gefühle von Patrick Küng, der bei den Herren obsiegte, eher gemischt. Geehrt wurde er unter anderem für seinen vierten Platz an den Weltmeisterschaften in St. Moritz, wo er als Titelverteidiger das Podest nur um 2 Hundertstel verpasst hatte. Doch er machte keinen Hehl daraus, dass es ihm derzeit im Rennbetrieb nicht gut läuft. Hinter ihm auf dem zweiten Platz Schwinger Roger Rychen und auf dem dritten Platz Radfahrer Colin Stüssi.

Bevor sich der Präsident von Sport Glarnerland Christian Büttiker bei den Anwesenden sowie bei allen Unterstützern des Sports im Glarnerland bedanken konnte, zeigt Lukas Fischer, ehemaliger Spitzenkunstturner aus dem Aargau, seine Show, die akrobatische mit Gesangseinlagen kombinierte. Er schaffte es auch, die Gäste von den Stühlen zu holen, indem er sie zu einer Cover-Version von Leonard Cohens «Hallelujah» die Handy-Lampen schwenken liess. Denn die Feuerzeuge im Saal waren Mangelware. An einer Sportlergala, wo der gesunde Geist im gesunden Körper leben sollte, keine Überraschung. FJ