News

Im Rahmen ihres zweitägigen Aufenthaltes im Glarnerland, dem Ursprung ihrer Wurzeln, erstattete die prominente Schriftstellerin Eveline Hasler und Autorin des Bestsellers «Anna Göldin – Letzte Hexe» dem kürzlich neueröffneten Anna-Göldi-Museum einen Besuch ab.

Sie interessieren sich für das gleiche Thema, haben über den gleichen Stoff erfolgreich ein Buch geschrieben und unzählige Stunden in seriöse Recherchen investiert. Und trotzdem sind Eveline Hasler und Walter Hauser beim Thema «Anna Göldi» nicht unbedingt gleicher Meinung. Differenzen haben sie etwa in Bezug auf die Frage des Ehebruchs von Dr. Tschudi. Beide Protagonisten unter einen Hut zu bringen ist ein relativ schwieriges Unterfangen und schon von der Konstellation her äusserst schwierig. Doch war es Präsident Hauser selbst, der über seinen eigenen Schatten sprang, und das illustre Treffen mit einer Einladung an Eveline Hasler zustande brachte.

Wachsende Beliebtheit

Seit der Eröffnung am 19. August erfreut sich das Anna-Göldi-Museum täglich wachsender Beliebtheit. Im Zentrum der Ausstellung stehen der ausgezeichnet dokumentierte Prozess und dessen Hauptfiguren. Darum herum werden die Besucher von einer Themeninsel zur anderen geführt: Hexenwahn, Netzwerk der Macht, Aufklärung, Publizistik, Erinnerungskultur, Rehabilitierung. Göldi-Sachbuchautor Hauser war sichtlich stolz über den Besuch der prominenten Schriftstellerin Eveline Hasler. «Einen Bestseller schreiben ist schon beachtlich, aber Eveline Hasler hat mit ‹Anna Göldin – Letzte Hexe› einen Roman geschrieben, der bis heute ein Bestseller ist. Vor Eveline Hasler kann man nur den Hut ziehen», sagte Hauser. Beinahe euphorisch äusserte sich der Präsident der Stiftung über die erfreuliche Resonanz bei der Bevölkerung nach der Eröffnung des neuen Museums: «Alle Erwartungen wurden bis heute bei weitem übertroffen.» Während den Führungen durch die Sonderausstellung entstand zwischen Hasler und Hauser eine angeregte Diskussion. Hasler zeigte sich nach dem Besuch im Anna-Göldi-Museum tief beeindruckt. Der traditionelle Eintrag ins Museum-Gästebuch sagt eigentlich alles über das neue Museum aus. Hasler schreibt in ihrem Eintrag unter anderem von einem «Museum von grosser Wichtigkeit.» Hans Speck