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Mit viel Engagement und Motivation waren 47 Lernende der KIBAG und ihre Teamleiter in den Weissenbergen während der Lehrlingswoche vom 17. bis 22. September auf verschiedenen Baustellen am Werk.

Dezibel Kluge, Leiter Berufsausbildung Bau bei der KIBAG, hatte die Lehrlingswoche auch in diesem Jahr organisiert. Treffpunkt war die Talstation der Luftseilbahn Weissenberge. Sämtliche Teilnehmer mussten mit Sack und Pack in die Gondel steigen und schon ging es auf 1300 Meter über Meer in die wundervollen Weissenberge. Umgeben von beschneiten Bergspitzen wagten sich die Lernenden wie die Leiter an herausfordernde Baustellen. Manche von ihnen waren schwer zu erreichen. Drei befanden sich ausserhalb der Weissenberge, eine in Elm, eine andere in Engi und eine nur schwer zu erreichende Baustelle lag weit oben am Berg. Doch auf diesen Berg laufen musste das Team von Simon Oswald nicht, ein Pick-up brachte das Team hinauf. Dort war Meteorwasser auf einen Weg geschwemmt worden. Damit dies künftig nicht mehr passiert, mussten die Auszubildenden das Wasser von der Wiese ableiten. Sie erstellten eine Sickerleitung sowie Kanalleitungen, welche das Wasser zum naheliegenden Bach führen. Anschliessend wurde der Weg mit Strassenkies ausgebessert. Auch mussten zahlreiche Wege verbreitert werden. Die Bauern oben auf den Weissenbergen hatten häufig Probleme, um auf ihre Bergwiesen zu kommen. Matthias Plüss und die tatkräftigen Lehrlinge haben die Strasse mit einem Holzkasten sowie Aushubmaterial stabilisiert. Ebenfalls sorgten sie dafür, dass die Bauern wieder einfacher auf ihre steile Wiesen gelangen, indem die Auszubildenden Auffahrten erstellten.

Strassen verbreitert

Peter Zinke, Urs Beer und Andy Reichmuth waren verantwortlich dafür, dass die Strassen breiter wurden. Zur Verbreiterung dienten jeweils diverse Steinkörbe, die mit Geröll befüllt wurden. Team Reichmuth sorgte dafür, dass die bröckelnde Strasse bei der Auffahrt beim Haus Geeren von 1,80 Meter auf 2,50 Meter verbreitert wurde, damit der Weg mit allen Fahrzeugen befahrbar ist. Beer kümmerte sich mit seiner Arbeit ebenfalls darum, dass die Strasse verbreitert und abgesichert wurde, und auch Peter Zinke hatte die Aufgabe, einen Wegabschnitt von 2,30 Meter auf fast drei Meter zu verbreitern. Für die Überquerung des Baches sorgten Sepp Siedler und seine Mannschaft. Die alte, heruntergekommene Brücke wurde abgerissen. Ein Fundament aus Beton und Stahlträgern wurde geschalt, das Aushubmaterial wieder für die Hinterfüllung verwendet und abschliessend wurde die Brücke mit Holzbalken verlegt. Eine ganz andere und matschigere Angelegenheit hatte Mathias Bühler zu bewältigen: Sein Team musste oberhalb des Stalles eine grosse Wiese entwässern, da das Wasser nicht am richtigen Ort abfloss. Ziel war es, das Wasser mit neu verlegten Sickerrohren wieder korrekt zum Bach abfliessen zu lassen.

Durchwässerungsrinnen gesetzt

Bei der Baustelle in Engi mussten die Lernenden die Fahrspur einer Strasse mit Hilfe von Rasengittersteinen befestigen. Dieses Projekt wurde von einer Glarner Baufirma begonnen, die Lernenden durften es beenden. Zuerst musste das Team die Fahrspur auf der extrem steilen Bergstrasse von der unteren Querrinne an ausheben, und darin die bereits vorhandenen Rassengittersteine versetzen. Im verschneiten Elm musste die Gruppe von Ivo Eschenmoser vierzehn Durchwässerungsrinnen legen, da das Wasser nicht mehr richtig absickern konnte. Ziel war, das Wasser wieder korrekt absickern zu lassen, so dass der Bauer das Land richtig bewirtschaften kann. Erstaunlich war, dass jeder Lernende, unabhängig davon welchen Beruf er oder sie ausübt, sich sicherlich einmal auf den Bagger setzen durfte. Die Lehrlingswoche war ein voller Erfolg, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte. Alle Teilnehmer hoffen, dass sie sich im Glarus Süd einen Namen gemacht haben und dass sie eines Tages nochmals mit der Gemeinde kooperieren dürfen.» Sarina Johner und Alessio Zoern