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Zahlenmässig passieren in Glarus und Graubünden schweizweit am meisten Sportunfälle. Die Statistik aller Unfallversicherer zeigt grosse regionale Unterschiede. Insgesamt nahmen die Unfälle 2016 leicht zu.

2016 erfasste die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) 814'178 Unfälle von obligatorisch versicherten Personen. Dies sind 0,6 Prozent mehr als 2015, heisst es in einer Mitteilung der Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva. Die Zahl der Berufsunfälle ging um 0,2 Prozent auf 265'932 erneut leicht zurück. Die Zahl der Freizeitunfälle erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 530'592. Die Zahl der Unfälle von Stellensuchenden nahm um 7,7 Prozent auf 17'654 zu. Die Sammelstelle registriert dabei nur die Berufs- und Freizeitunfälle von Arbeitnehmenden und Arbeitslosen.

Regionale Unterschiede

Neu sind auf der Website der SSUV kantonale Profile zum Unfallgeschehen aufgeschaltet. Das Profil der diesjährigen Unfallstatistik zeigt an einem Beispiel auf, welche Angaben nun für jedermann leicht ersichtlich sind. Je nach Wirtschaftszweigen, Grösse oder Lage eines Kantons gibt es grosse regionale Unterschiede. So hat der Wohnort vor allem Einfluss auf die Freizeitaktivitäten der Menschen und damit auch auf ihr Unfallverhalten in dieser Zeit. In den Bergkantonen passieren tendenziell mehr Freizeitunfälle als im Flachland. Die Rangliste führt der Kanton Jura an: Pro 1000 Beschäftigte von jurassischen Betrieben passieren 148 Freizeitunfälle. An zweiter Stelle stehen die Arbeitnehmenden von Betrieben aus den Kantonen Glarus und Graubünden mit 142 Unfällen pro 1000 Beschäftigte. Am kleinsten scheint das Freizeitunfall-Risiko in den Kantonen Genf (111), Zug (113) und Tessin (117) zu sein.

Viele Wanderunfälle

Viele der Freizeitunfälle in den Wintersportregionen Jura, Glarus und Graubünden betreffen Sportunfälle. Denn diese Kantone stehen auch bei dieser Rangliste an erster Stelle: Graubünden verzeichnet 67 Sportunfälle pro 1000 Beschäftigte, davon 29 beim Schneesport. Glarus folgt mit 65 und der Jura mit 61 Unfällen pro 1000 Vollbeschäftigte. Im Kanton Glarus sind Wander- und im Kanton Jura Eishockeyunfälle überdurchschnittlich vertreten. Am wenigsten Unfälle beim Sport registrieren die Unfallversicherer wiederum bei den Angestellten aus dem Tessin (35 pro 1000 Vollbeschäftigte) und Genf (38). Der tiefe Wert im Kanton Tessin erklärt sich durch die hohe Anzahl an Grenzgänger. Verunfallen diese während ihrer Freizeit in Italien, so übernehmen die italienischen Krankenversicherungen die Heilkosten. pd.