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Die Ausgleichskasse Glarus richtete im vergangenen Berichtsjahr 5093 AHV-Renten in der Höhe von insgesamt 105,8 Mio. Franken aus, was einen weiteren Anstieg um 2,3 Prozent bedeutet.

Die seit fünf Jahren unter dem Dach der sozialversicherungen glarus (svgl) geführten Institutio- nen AHV-Ausgleichskasse, Familienausgleichskasse, IV-Stelle und EL-Stelle Glarus haben an zentraler Lage in Glarus als einzige Sozialversicherungen der ersten Säule ihren Sitz im Kanton Glarus. Das zurückliegende Jahr stand im Zeichen des Wandels und des stetigen Fortschritts. Vereinnahmte Beiträge (AHV, IV, EO, FAK, ALV) von 94'381'736 Franken und ausbezahlte Versicherungsleistungen von 184'540'035 Franken ergeben gegenüber dem Vorjahr ein um 1,57 Prozent höheres Gesamtvolumen von 278'921'771 Franken. Dabei stiegen 2016 sowohl das Beitrags- als auch das Leistungsvolumen an. Der Ausgleich zwischen den Sozialversicherungseinnahmen und den Ausgaben wird durch den AHV- und den IV-Fonds hergestellt.

Mehr AHV-Renten

Die Ausgleichskasse Glarus richtete im Berichtsjahr 5093 AHV-Renten in der Höhe von insgesamt 105,8 Mio. Franken aus, was einen weiteren Anstieg um 2,3 Prozent bedeutet. Der nationale Trend einer älter werdenden Bevölkerung wird sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren durch den Eintritt der sogenannten Babyboomer-Generation ins Pensionsalter und der Möglichkeit eines Rentenvorbezugs auch im Kanton Glarus weiter verstärken. Ergänzungsleistungen sind einkommens– und vermögensabhängige Bedarfsleistungen an Rentner der AHV und IV. Sie sollen – zusammen mit den Leistungen aus allen drei Säulen – den Existenzbedarf angemessen decken. Im vergangenen Jahr wurden EL zur AHV und IV von insgesamt 18,7 Mio. Franken sowie zusätzlich Krankheits- und Behinderungskosten von über 1,4 Mio. Franken ausgerichtet. Dies entspricht insgesamt stabil bleibenden Ausgaben (-0.35%). Leistungen im Rahmen des Erwerbsersatzes für einkommensschwache Eltern sind im Berichtsjahr in einer Gesamthöhe von 245'254 Franken ausgerichtet worden.

Sozialversicherungs-Beiträge

Von den beitragspflichtigen Arbeitgebenden, Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen nahm die Ausgleichskasse Glarus im Berichtsjahr Beiträge von insgesamt 81,3 Mio. Franken (+1,6%) und die Familienausgleichskasse Glarus von rund 13 Mio. Franken (+3,6%) ein. Entstehende Unterhaltskosten für ein oder mehrere Kinder sollen durch die Ausrichtung von Fa- milienzulagen teilweise ausgeglichen werden. Die Ausrichtung von Kinderzulagen in der Höhe von rund 13.5 Mio. Franken an Arbeitnehmende entspricht einer Zunahme um 3,8 Prozent. Ebenso ergibt sich bei den Nichterwerbstätigen ein Anstieg um 42,6 Prozent auf 399'654 Franken. Arbeitnehmenden und Selbständigerwerbenden in der Landwirtschaft wurden Zulagen von rund 834'000 Franken (-6,8%) ausgerichtet. Bei den Selbständigerwerbenden ist ein Rückgang um 4,5 Prozent auf rund 578’000 Franken zu verzeichnen. Die Invalidenversicherung ist dank den verschiedenen Revisionen der letzten Jahre bei der beruflichen Eingliederung von Menschen mit einer Behinderung erfolgreich unterwegs und hat sich von der Renten- zur Eingliederungsversicherung gewandelt. Die von der Politik gesetzten finan- ziellen Ziele werden insgesamt erreicht. Die 390 gezielt zugesprochenen Massnahmen – berufliche-, Frühinterventions- und Integrationsmassnahmen – führten in Zusammenarbeit mit allen wichtigen Beteiligten zu einer Verbesserung der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit der Versicherten und ermöglichten häufig eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Die IV-Stelle Glarus hat im Berichtsjahr 782 ordentliche Renten und 265 ausserordentliche Renten (zumeist bei Geburtsgebrechen) in einer Gesamthöhe von 18,6 Mio. Franken ausgerichtet, was einer leichten Zunahme entspricht. Im dynamischen und sich stets weiter entwickelnden Bereich der 1. Säule stehen in naher Zukunft tiefgreifende Reformen an: «Altersreform 2020», Revision der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV sowie die «Weiterentwicklung IV». Infos unter www.svgl.ch. pd