Allgemeine Leserbriefe

Auf dem Kerenzerberg werden Markierungen mit irreführenden Beschriftungen angebracht und der Wegunterhalt ist erschreckend. Ich weiss nicht wer dahinter steckt, was das soll und wer dafür verantwortlich ist. Dem kantonalen Wanderwegobmann Marti habe ich es mitgeteilt und ihn gebeten einmal vorbei zu kommen und es sich anzuschauen; passiert ist nichts. Will man die Touristen auf dem Kerenzerberg bewusst in die Irre führen?

Wichtig wäre doch, dass man den Touristen in erster Linie dort Sorge tragen sollte, wo es Touristen hat und von wo die Kurtaxen herkommen. Ich meine deshalb, dass es wichtig wäre (mindestens in einem Tourismusgebiet) die bestehenden Wege anständig zu unterhalten und zu markieren!

Erstens geht es um den Römerweg von Filzbach nach Obstalden. Der Unterhalt dieses Weges betrachte ich als katastrophal. Zwar wurden im letzten Sommer kleine Stücke der zusammen fallenden Trockenmauern saniert, aber den Weg dürfe man nicht bekiesen, es sei kein Geld mehr vorhanden, sagte der Leiter der Arbeitsgruppe. Den ganzen Winter und Frühling  war man gezwungen durch einen 3 bis 4 cm tiefen Morast zu laufen, andererseits fliessen jährlich über 0,25 Mio. Franken an Kurtaxen von Filzbach in den Gemeindesäckel! Im Sommer wird dieser Weg mindestens bei schönem Wetter, oftmals, täglich von über 100 Personen begangen. Markiert ist der Weg mit einem gelben Täfelchen mit grünem Aufkleber, mit 10 mm hoher, schwarzer Schrift «Kerenzerberg Römerweg».

Zweitens und das ist der Stein des Anstosses zweigt in Filzbach und in Obstalden ein Weg aus dem Römerweg zum Talalpsee ab. Früher war dieser Weg beschriftet mit Talalpsee, Spanneggsee, Fronalpstock, Mürtschen und zusätzlichen Marschzeitangaben. Dieser Wegweiser wurde in Filzbach ersetzt und in Obstalden entfernt! Auf dem neuen Wegweiser in Filzbach heisst es «Tränggeli», wobei nur die wenigsten Filzbacher wissen, wo dieses «Tränggeli» ist. In Obstalden ist kein Wegweiser mehr und am Anfang des Weges steht nur noch die Ortsbezeichnung «Markstein».

Diese irreführende Markierung «Tränggeli» wurde auch am oberen Anfang des Weges, unterhalb Talalp angebracht, wobei diese Ortsbezeichnung auch auf der neuesten 1:25000er-Karte «Glärnisch Walensee» nicht vorhanden ist und nur wenige Einheimische diese Ortsbezeichnung kennen! Etwa 100 Höhenmeter unterhalb des oberen Wegweisers verzweigt sich der Weg und ist die kürzeste Verbindung nach Filzbach und nach Obstalden.

Da fragt man sich doch zu recht, was man mit diesen irreführenden Wegweisern erreichen will? Will man die Touristen aus dem Ort vertreiben? Sicher kann man damit nicht den Ortsunkundigen den richtigen Weg zeigen!

Ernst Menzi, Filzbach