Allgemeine Leserbriefe

Der Entscheid des Regierungsrates, die am wenigsten rentablen Buslinien zu streichen, kann man (nur) rechnerisch nachvollziehen. Ob er damit aber der betroffenen Bevölkerung einen Gefallen tut, sollte man diskutieren. Er betrifft nämlich 50 Prozent von Glarus Mitte.
Alle Ennendanerinnen und Ennendaner sowie alle Glarnerinnen und Glarner welche westlich der Linie Abläsch, Hauptstrasse, Landstrasse wohnen, sollen wieder alle auf eigenen Rädern im Dorf verkehren.
Als ob das Chaos in Glarus nicht schon gross genug wäre! Die Anbindung der Alterszentren ans Dorf und somit zum aktiven Leben, fällt ebenfalls dem mässigen Sparziel zum Opfer.
Gleichzeitig soll die Linie über Riedern nach Näfels auf den Sonntag ausgedehnt werden, obwohl die Einkaufszentren im Norden dann geschlossen sind. Zu welchen Kosten wurde nicht gesagt.
Mit zum Entscheid ins Oberdorf nach Glarus zu ziehen, war die Busverbindung zum Bahnhof.
Fällt diese weg, werden künftig auch wir mit dem Auto durch Glarus zum Einkaufen fahren (müssen).
Das kann ja wohl nicht das Ziel sein, jetzt wo wir Glarus auf Tempo 30
umstellen!
Nun erwarte ich vom unseren Volksvertretern im Landrat, diesen Entscheid zu korrigieren und ein Minimalangebot an ÖV-Bus in Auftrag zu geben. Sollte dies nicht gelingen, wäre es an der Gemeinde, diese Finanzierung für «Land und Lüüt» zu finden.
Wir würden uns sehr auf dieses Weihnachtsgeschenk freuen.

Köbi Becker, Oberdorf, Glarus